Ziel des Ellsberg Whistleblower Award ist es auch, die Vernetzung zu fördern. Am Tag unserer Preisverleihung 2026 haben wir daher in Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen einen Expertenaustausch über die Zusammenarbeit zwischen Journalisten, Whistleblowern und NGOs veranstaltet:
Zusammenarbeit zwischen investigativen Journalisten und Whistleblowern, moderiert von Michael Sontheimer, Journalist, Autor und Mitglied des Vorstands der taz Panter Foundation
Whistleblowing-Unterstützungsstrukturen und investigativer Journalismus, moderiert von Thomas Kastning, Projektleiter Ellsberg Award



Zu den Inputgebern zählten:
- Annegret Falter, Vorsitzende des Whistleblower Netzwerks – WBN, mit einer Begrüßung und einem Überblick über bestehende Strukturen zur Unterstützung von Whistleblowern und Kosmas Zittel, Geschäftsführer des WBN, über die Rolle einer nationalen Organisation zur Unterstützung von Whistleblowern in nicht-öffentlichen Fällen,
- Sven Becker, investigativer Journalist beim Magazin DER SPIEGEL, über seine vielfältigen Erfahrungen mit Whistleblowern,
- Alexander von Bismarck, Exekutivdirektor bei der Environmental Investigation Agency, über den Fall Ecopetrol und die Iguana Papers,
- Henri Thulliez, Direktor der Plattform zum Schutz von Whistleblowern in Afrika – PPLAAF, über die Arbeit einer internationalen Organisation zur Unterstützung von Whistleblowern und ihre Beziehung zu Journalisten,
- Delphine Halgand-Mishra, Exekutivdirektorin von The Signals Network, über Schulungen für Journalisten zum Umgang mit sensiblen Quellen.
Gemeinsam mit Journalisten und Forschern von +972, Wau Holland Foundation, Disruption Network Lab, ARIJ – Arab Reporters for Investigative Journalists, AIWI – AI Whistleblower Initiative, Deutsche Umwelthilfe, Transparency International, AllRise, WWF, Greenpeace, Heinrich-Böll-Stiftung, kolko – Menschenrechte für Kolumbien, DIE ZEIT, Reva und David Logan Foundation, taz, diskutierten wir u.a.:
- Einige Journalisten betonten für einige Fälle den Bedarf an psychologischen Nachbetreuung für Whistleblower.
- Ein Fonds zur Unterstützung von Whistleblowern wurde als ein potenziell wirksames Instrument angesehen.
- Organisationen zur Unterstützung von Whistleblowern sollten so früh wie möglich eingeschaltet werden.
- Wir müssen besser verstehen, warum sich Whistleblower melden und an wen sie sich wenden.
- Es besteht ein Bedarf an technischen Schulungen zur Datensicherheit – insbesondere für diejenigen, die an Fällen mit Bezug zu staatlichen Akteure arbeiten.



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